Soziokratie

Soziokratie

ist eine Organisationsform, mit der Organisationen verschiedener Größe - von der Familie, über Unternehmen und NGOs bis zum Staat – konsequent Selbstorganisation umsetzen können.

Mit der soziokratischen Kreismethode werden Entscheidungen ausschließlich im Konsent getroffen. Hierzu kommen alle von der Entscheidung betroffenen Personen zusammen. Jeder bringt nacheinander seine Argumente zu dem Anliegen vor. Daraus wird ein Vorschlag formuliert und dieser solange weiterentwickelt, bis keiner der Beteiligten noch begründbare, schwerwiegende Bedenken dagegen einzubringen hat. Ist dies der Fall, ist ein Konsent erreicht und der Vorschlag gilt als einstimmig angenommen. Mit Hilfe dieser Methode wird jeder gehört und ernst genommen. Niemand kann, wie bei einer Mehrheitswahl der Fall, übergangen werden. Der Prozess kann zwar länger dauern, dafür sind die Ergebnisse durch das Beseitigen der verschiedenen Bedenken meist qualitativ besser. Durch den intensiven Austausch der Beteiligten lernen sich die Menschen untereinander besser kennen. Durch das Erfolgserlebnis, eine für alle vertretbare Lösung gefunden zu haben, wächst das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und da jeder Betroffene am Entwicklungsprozess beteiligt war, fühlen sich alle motivierter und mehr für das Gelingen der Umsetzung verantwortlich.

Zusammengefasst

bedeutet es: In der Soziokratie entscheidet nicht die Mehrheit, sondern das beste verfügbare Argument.

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